Einführung
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Wohl kaum eine Gruppe ausgestorbener Tiere fasziniert Groß und Klein mehr als die Dinosaurier. Das Mesozoikum wird oft als das „Zeitalter der Dinosaurier“ bezeichnet, weil sich diese erstaunlichen Tiere in der späten Trias entwickelten und die Landschaft während der restlichen Zeit des Jura und der Kreidezeit über 140 Millionen Jahre beherrschten. Doch auch heute noch tummeln sich auf unserem Planeten eine Unzahl verschiedener Dinosaurierarten. Damit sind aber nicht Schildkröten, Eidechsen, Schlangen oder Krokodile gemeint – sondern die Vögel. Vom kleinsten Kolibri bis zum Vogelstrauß sind alle etwa 11.000 beschrieben heute lebenden Vögel waschechte Dinosaurier (Chiappe 2009, Currie 2023). Aber warum sind Vögel echte Dinosaurier, aber Echsen und Krokodile sind keine? Warum sollen Gattungen wie Effigia, die unserer Vorstellung eines Dinosauriers erstaunlich ähnlichsehen (Abb. 1), keine Dinosaurier, sondern eher mit Krokodilen verwandt sein (Nesbitt et al. 2006, Nesbitt 2007, Nesbitt 2011)? Und warum stehen Gattungen wie Silesaurus (Abb. 1), die für den Laien der Gattung Effigia so ähnlichsehen, den Dinosauriern näher, sind aber immer noch keine echten Dinosaurier (Nesbitt et al. 2010, Nesbitt 2011, Dzik 2003, Schmitt 2023)?

