• Monatliche Archive: September 2019

Mars versus Venus? Teil 15: Erde

Wir schließen hiermit die Mars-versus-Venus-Reihe ab. In 14 Kapiteln haben wir uns mit den verschiedensten Aspekten der Frage der Geschlechter auseinandergesetzt: wir untersuchten genetische Befunde, die Embryonalentwicklung, Gehirn, Hormone und Psychologie, machten einen Abstecher ins Tierreich, untersuchten sexuelle Orientierungen, die sexuelle Selektion, übten Kritik an der Evolutionspsychologie und biologischem Determinismus und zogen sowohl die queer-Theorie Judith Butlers als auch Kutscheras Sexismus und Homophobie durch den Kakao. Zur Untersuchung und Erarbeitung dieser vielschichtigen Fragen wurde eine Unmenge an Forschungsliteratur ausgewertet. Sicherlich konnte selbst bei der Menge an Quellenangaben nicht jede Studie berücksichtigt werden und es gibt sicherlich noch einige mehr. Anstatt alle Teile nochmal zusammenzufassen, sei hier das wichtigste erwähnt:

Männer stammen nicht vom Mars, Frauen nicht von der Venus, sondern beide von der Erde. Sie bestehen aus demselben biologischen Material. Geschlechter haben Unterschiede und es gibt nur zwei davon. Aber die Unterschiede sind auch keine zwei Welten.

Mars versus Venus Teil 14: Patriarchat, Judith Butler, Genderdysphorie und der Kommunismus

Wir haben im Kapitel 13 u. a. unseren Fokus daraufgelegt, sich die Familienbeziehungen menschlicher Gesellschaften anzuschauen. Wir kamen zu der Erkenntnis, dass die menschliche Urgesellschaft egalitär war und es keine festen monogamen Paarbindungen gab. Damit steht die Faktenlage konträr zu den Behauptungen der sog. Evolutionären Psychologie, die postuliert, dass die Urgesellschaft eigentlich der heutigen gleiche. Wir erwähnten dann im Artikel, dass mit dem Beginn der Sesshaftigkeit sich die gesellschaftlichen Bedingungen änderten. Dieser Aspekt soll nochmal aufgegriffen und näher erläutert werden.

Wir wiederholen was wir aus Teil 13 wissen:

  • Die Urgesellschaft bestand aus Jägern und Sammlern, die nomadisch lebten und über kein Eigentum verfügten.
  • Alles was erjagt und erbeutet wurde, wurde verzehrt. Vorräte wurden nicht, bzw. nur sehr kurz, angelegt. Es gab kein sog. gesellschaftliches Mehrprodukt.
  • Die Menschen waren auch nicht sesshaft, sondern lebten nomadisch und suchten neue Jagdgründe.
  • Es gab keine typisch monogame Beziehung, die Vaterschaft war nicht geklärt.
  • Diese aufgelisteten Merkmale finden sich auch heute noch bei reinen Jäger- und Sammlergesellschaften.

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