• Archiv der Kategorie: Klima

Noch einmal über den Klima-Konsens

Eigentlich hatte ich nicht vor die Debatte über die globale Erwärmung fortzuführen, denn ich kann nicht von mir behaupten Experte in diesem Thema zu sein, noch liegt sie in meinem Interessenbereich. Da es aber gerade „in“ ist darüber zu debattieren, wurde ich auf einen Artikel von Markus Fiedler aufmerksam gemacht, welches den Titel „Die 97% Einigkeit unter Wissenschaftlern, die es nie gegeben hat“ trägt (in Folge Fiedler 2020). Es bezieht sich auf die Studie von Cook et al. (2013), die bei einer Analyse von knapp 12.000 „abstracts“ von wissenschaftlichen Studien gezeigt haben, dass 97% der Studien sich darüber einig sind, dass der Mensch Hauptverursacher der jetzigen globalen Erwärmung ist. Fiedler (2020) will diesen Konsens der Klimawissenschaftler widerlegt haben wollen. Seiner Analyse nach seien die 97% Einigkeit eine statistische Manipulation von Cook et al. (2013). Denn dem Leser werde „systematisch verheimlicht, dass lediglich 0,54% aller Autoren, die etwas zum Klimawandel schreiben, den Menschen als wesentlichen Treibers des Klimas sehen.

Nun sollen es also statt 97% nur 0,54% aller Studien sein. Das Ergebnis von einem halben Prozent statt 97% wirkt schon sehr auffällig. Deswegen sollen hier die Argumente Fiedlers kritisch überprüft werden, um herauszufinden, ob bei Cook et al. (2013) tatsächlich „manipulative Fehler“ vorliegen und Fiedlers Kritik berechtigt ist.

… weiterlesen

Über den “offenen Brief” der 500 Wissenschaftler an die UNO über das Klima

In einem offenen Brief haben sich 500 Wissenschaftler vor dem Hintergrund des UN-Klimagipfels in New York und dem Hype um das schwedische Mädchen Greta an den UNO Generalsekretär Guterres und an die Leiterin des UN-Klimasekretariates Cantellano in Bonn gewendet. In ihrer „Europäischen Klimaerklärung“ wenden sie sich gegen die sinnlose Verschwendung von Billionen Dollar auf der Grundlage unwissenschaftlicher Annahmen und „unreifer“ Klimamodelle. Hier kann der offene Brief gelesen werden

… weiterlesen

Beiträge der Sowjetunion zum anthropogenen Klimawandel

In der Abhandlung „Anthropogener Klimawandel: Konsens oder Nonsense?“ wurde festgestellt, dass die wissenschaftlichen Studien zweifelsohne für einen anthropogenen Klimawandel sprechen und dass anthropogene CO2-Emmissionen den Hauptanteil für den derzeitigen Klimawandel verantwortlich sind. Theorien (besser gesagt: Spekulationen) der Klimaleugner sind nicht überzeugend, stammen hauptsächlich aus nicht wissenschaftlicher Literatur und wenn doch die ein oder andere Spekulation es durch Zufall in eine Fachzeitschrift schafft, so sind diese fehlerhaft, liefern keine überzeugenden Alternativen und sind in sich widersprüchlich.

An dieser Stelle ist es aber nicht unerheblich wissenschaftliche Studien heranzuziehen, die einen der wichtigsten Mythen der Klimaleugner einen noch weiteren Schaden zulegen. Es handelt sich um den Mythos, dass sich Klimawissenschaftler verschworen haben, um die Bevölkerung hinters Licht zu führen und sich zu bereichern. Wenn dem tatsächlich so wäre, so müssten Wissenschaftler anderer politischer Systeme, völlig entgegengesetzte Positionen vertreten. In „Anthropogener Klimawandel: Konsens oder Nonsense“ wurde dargelegt, dass der Konsens des anthropogenen Klimawandels nicht nur von Wissenschaftlern in den USA und Europa geteilt wird, sondern von Staaten, die im weltpolitischen System auf der Gegenseite dieser imperialistischen Machtzentren stehen. Ob Russland, China, Venezuela, Kuba oder sogar der Iran, als diese Gegenpole zur Vormachtstellung der NATO auf der Welt teilen den wissenschaftlichen Konsens des anthropogenen Klimawandels. Doch damit nicht genug: Auch historisch betrachtet, während des Kalten Krieges, hatten die Wissenschaftler beider ökonomisch-politischen Weltsysteme – die kapitalistischen Mächte und die sozialistischen Staaten – festgestellt, dass anthropogene CO2-Emissionen das Klima verändern. Wenn zwei verfeindete politische Systeme – die Sowjetunion und die USA – dieselbe Position zum Klimawandel haben, gibt es für verschwörungstheoretische Propaganda keine Grundlage außer einer: Wenn Klimaleugner wie Lord Monckton auf dem UN-Klimagipfel 2009 in Kopenhagen vor der kommunistischen Weltverschwörung und die „online-Petition“ der 31.000 „Wissenschaftler“ (darüber wurde berichtet) vor einer „globalen Planwirtschaft“ warnen, muss doch etwas dran sein, wenn selbst die Sowjetunion den anthropogenen Klimawandel nachgewiesen hat? Spaß beiseite

Dieser Artikel widmet sich den Beiträgen der Sowjetunion zur Klimaforschung.

… weiterlesen

Anthropogener Klimawandel: Konsens oder Nonsense?

Einer beliebtesten „Argumente“ der Klimaleugner ist, dass es keinen Konsens in der Wissenschaft darüber gibt, ob der Klimawandel nun vom Menschen verursacht wurde oder ob „natürliche“ Ursachen die Hauptrolle spielen. Eigentlich dürfte es überhaupt gar keinen Konsens in der Wissenschaft geben. Der Eindruck, dass es keinen Konsens zu geben scheint, wird u. a. durch eine online-Petition (Global Warming Petition Project) in den USA bestätigt, bei dem 31.000 Wissenschaftler, davon 9.000 promovierte, gegen die Hypothese, dass der Mensch Hauptverursacher des Klimawandels ist, unterzeichnet haben. Viel mehr seien natürliche Ursachen schuld am Klimawandel und CO2 kein gefährliches Treibhausgas, sondern ganz nützlich für das Pflanzenwachstum. Außerdem spricht sich die online-Petition gegen globale Energierationierung, zentrale Planwirtschaft (welch Graus der Kommunismus kommt!) und globale Steuersysteme aus.

31.000 Wissenschaftler alleine in den USA klingen nach viel und da diese Petition mediale Aufmerksamkeit bekam, scheint auf den ersten Blick tatsächlich kein Konsens über den menschgemachten Klimawandel zu bestehen – auf den ersten Blick!

Es ist daher Zeit sich die Debatte näher anzuschauen.

… weiterlesen

Irrationalismus und Klimaskepsis

Klima und Klimapolitik sind heute das Top-Thema schlecht hin. Jeder, ob Experte oder absoluter Laie, redet darüber. Freitags demonstrieren Schüler gegen die bösen Alten für Klimaschutz und selbst ein blauhaariger Youtuber, der für diese Sparte so typisch unterbelichtete Video-Beiträge postet, die das intellektuelle Niveau von Bakterienkulturen haben, hat was (durchaus überzeugendes) zu sagen.

Gleichzeitig ist die gesamte Klimageschichte geprägt durch einen schon fast lächerlichen Irrationalismus; typisch für eine untergehende und sterbende Gesellschaftsformation (wie der Imperialismus es nun mal ist), die aber irgendwie noch nicht sterben will und aufgrund der Schwäche der organisierten Arbeiterklasse (noch) nicht so leicht zu töten ist.

… weiterlesen

Schließen