Endogene Retroviren und Transposons

 

Im Beitrag über das Corona-Virus wurde erwähnt, dass es auch sogenannte endogene Retroviren gibt. Zur Erinnerung: Endogene Viren können ihr Genom in das Genom des Wirtes einpflanzen und über die Keimzellen an die nächste Generation vererben.

Diese endogenen Viren machen tatsächlich einen beachtlichen Anteil unseres Genoms aus.

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Evolution for IDitos: evolutionäre Übergänge, Zwischenformen, Brückentiere

Missing links?

Kreationisten sind verliebt in Fossilien. Sie wissen zwar nicht viel davon, denn meist referieren sie aus Kinderbüchern über Dinosaurier, reden aber umso mehr wirres Zeug darüber. Schließlich stacheln sie sich untereinander auf, gebetsmühlenartig zu widerholen, es gebe nichts als Lücken im Fossilbericht. Sie stellen die Behauptung auf, dass wenn Evolution wahr wäre, müssten es Millionen und Abermillionen von sogenannten Übergangsformen geben. Und diese Übergangsformen müsste man im Fossilbericht wiederfinden. Diese gäbe es jedoch nicht, behaupten sie dann aber. Wenn man ihnen dann einige Übergangsformen zeigt, z. B. Archaeopteryx, dann sagen sie, dass Archaeopteryx nicht den Übergang von Dinosauriern zu Vögeln zeige, sondern einfach nur ein fertiger Vogel sei. Bei genauerer Betrachtung wird man jedoch feststellen, dass Kreationisten eine sehr obskure Vorstellung dessen haben, was eine Übergangsform ist und ihnen jegliche Kenntnis der Anatomie, Systematik, ja gar der Biologie und Wissenschaft überhaupt fehlt. Schauen wir uns mal einige ihrer Vorstellungen an:

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Corona-Diktatur? Harmloser als eine Grippe?

Eigentlich war es nicht mein Ziel einen weiteren Beitrag zu Corona zu machen, denn beim ersten wurden eigentlich alle wichtigen Fakten genannt. Wer Interesse hat, kann sich das Video gerne nochmal anschauen. Und: Wer bis Minute 11 nicht folgen konnte, hat sich meines Erachtens nach jegliches Recht verspielt, über Corona zu urteilen. Der erste Beitrag behandelte nicht nur die Grundlagen der Virologie und die Ursprünge des neuen Corona-Virus, sondern setzte sich auch kritisch mit den Thesen von Wodarg und Bhakdi auseinander und widerlegte einige Verschwörungsmythen um das Corona-Virus, u. a. die Behauptung, dass es in einem Geheimlabor gezüchtet wurde. Und eigentlich wurde alles Notwendige erwähnt. Eigentlich. Denn ich habe mir niemals zu träumen gewagt, dass in Bezug zu Corona sich noch weiterer Irrsinn verbreitet, den ich nicht unkommentiert lassen möchte. Im Wesentlichen möchte ich in diesem Beitrag die Frage der Übersterblichkeit durch Corona, den Vergleich mit Influenza, dem R-Wert und die PCR-Tests behandeln. Es geht hier also nochmals um rein medizinische Aspekte. Es werden noch weitere Beiträge kommen, die sich mit der Schweinegrippe, der Sache um Bill Gates und diverser Verschwörungsmythen über Corona, die im ersten Beitrag nicht gedeckt wurden und die unerträgliche Hetze gegen China befassen.

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Phylogenetische Systematik Teil 3: Stammbaum des Lebens

Die einzige Art alle Arten von Leben objektiv zu kategorisieren ist ihre gemeinsamen Eigenschaften zu erfassen, also diejenigen Merkmale, die jedes Mitglied dieses Kollektivs hat und nur dieses Kollektivs. So werden ihre Merkmale diagnostisch und für diese Gruppe bestimmend. Wir sollten hierbei nicht vergessen, dass der erste Mensch, der versuchte alle Lebewesen zu klassifizieren, ein überzeugter Christ und Kreationist war, der nicht an evolutionäre Prozesse oder eine gemeinsame Abstammung dachte, bzw. davon wusste.

 

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Phylogenetische Systematik Teil 2: Kladistik

Das System von Linne hat einige große Schwächen:

Linné war kein Anhänger der Evolution, sondern glaubte an die Konstanz der Arten. Linné ordnete die verschiedenen Tiere und Pflanzen nach ihren Merkmalen, evolutionäre Ursprünge kamen ihm dabei nicht in den Sinn.

Dass Evolutionsverlauf und Verwandtschaftsbeziehungen früher keine große Rolle spielten, zeigt sich z. B. darin, dass Elefanten, Flusspferde und Nashörner als Dickhäuter (Pachydermes) zusammengefasst wurden, obwohl wir heute wissen, dass alle drei Gruppen unterschiedlichen evolutionären Linien entsprangen. Elefanten sind näher mit den Schliefern und Seekühen verwandt, Nashörner werden mit den Pferden und Tapiren zu den Unpaarhufern zusammengefasst und Flusspferde sind Paarhufer, deren nächsten heute lebenden Verwandten die Wale sind.

Es braucht also ein Ordnungsprinzip, dass den Evolutionsverlauf und die Verwandtschaftsbeziehungen berücksichtigt, denn nicht Merkmale definieren Gruppen, sondern die Abstammung. Es muss also untersucht werden, welche Merkmale geeignet sind die Verwandtschaftsbeziehungen zu ermitteln. Hier bedient man sich der Methoden der phylogenetischen Systematik.

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Phylogenetische Systematik Teil 1: Taxonomie

Unsere belebte Welt zeichnet sich vor allem durch eines aus: eine unermessliche Vielfalt an Formen des Lebens. Mittlerweile kennt die Wissenschaft ca. 2 Millionen (2.000.000!) beschriebene, heute lebende Tier-, Pflanzen-, Pilz-, und Bakterienarten. Doch damit nicht genug: Jährlich werden tausende neue Arten beschrieben.  Aufgrund dieser Neuentdeckungen schwankt die Schätzung aller Arten auf unserem Planeten zwischen 3 und 100 Millionen. Wenn man bedenkt, dass im Laufe der Erdgeschichte 99% aller Arten ausstarben und wir von einer konservativen Zahl von 10 Mio. heute lebender Arten ausgehen, so brachte die Evolution mindestens 1 Milliarde unterschiedlicher Arten hervor! Wie einem Wunder gleich, so sind sie doch Produkte des natürlichen Ablaufs der Evolution.

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Die Evolution des Corona-Virus

Dank Covid-19 reden alle über Viren. Dieser Beitrag widmet sich der Frage was Viren überhaupt sind, wie sie sich vermehren und was es mit dem aktuellen Corona-Virus auf sich hat.

Zu diesem gibt es ein Youtube-Video, was hier angesehen werden kann:

Hier befindet sich der Inhalt des Videos in Textform.

Beginnen wir also damit, was Viren eigentlich sind und welche unterschiedlichen Virentypen überhaupt existieren.

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Youtube Video: Die Evolution des Kreationismus – Teil 2: Intelligent Design

In den 1990ern etablierte sich eine neue Generation von Kreationisten, die eine neue Strategie verfolgten: Intelligent Design (ID). Zu ihren wichtigsten Vertretern gehören z. B. der Biochemiker Michael Behe und der Mathematiker William Dembski. Michael Behe ist Autor des Buches „Darwin Blackbox“ (Behe 1996), das die Ideen des Intelligent Design darstellen soll. Intelligent Design unterscheidet sich von den anderen „klassischeren“ Formen des Kreationismus dadurch, dass sie – zumindest in der Öffentlichkeit – die religiösen Bekundungen des Schöpfungsglaubens auslassen. Weiterhin erkennen sie das hohe Alter der Erde an. Stattdessen haben sei einen anderen Schwerpunkt, nämlich den „Design“ in der Natur.

Das Video basiert auf den Text: Evolution for IDiots Teil 1: Die Evolution des Kreationismus

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Youtube-Video: Die Evolution des Kreationismus Teil 1

Kreationismus ist der pseudowissenschaftliche Irrglaube, dass Evolution eine Lüge sei. Allen Kreationisten gemeinsam ist die spezielle Schöpfung der Arten durch Gott, was einer Ablehnung der natürlichen Selektion zur Erklärung der Artenvielfalt gleichkommt. Für Fundamentalisten ist die Bibel keine Sammlung von Mythen, Metaphern und Prophezeiungen, sondern Offenbarung Gottes. Sie ist daher wahr und enthält die wahren Fakten. Sie wird zum wissenschaftlichen Text. Widersprechende Aussagen der Naturwissenschaften müssen daher falsch sein.

Das Video basiert auf den Text: Evolution for IDiots Teil 1: Die Evolution des Kreationismus

Zu Teil 2

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