• Archiv der Kategorie: Genetik

Molekularbiologie der Zelle Teil 10: Von der DNA zum Protein

In unserem Kapitel über den Aufbau der DNA stellten wir fest, dass diese Informationen für den Aufbau von Proteinen enthält, die Gene. Proteine haben wir ebenfalls kennengelernt. Proteine können quasi gesehen als Genprodukte verstanden werden. Werden Gene abgelesen und in Proteine übersetzt spricht man auch von Genexpression. Das zugehörige Verb lautet exprimieren (Abb. 1). Die Gesamtheit der Gene wird als Genotyp bezeichnet, die Merkmale für die sie codieren – als Phänotyp.

 

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Molekularbiologie der Zelle Teil 9: DNA-Replikation

Wir werden alle älter, das ist nicht zu verhindern. Dass wir älter werden, hat z. T. auch mit unserer DNA zu tun, bzw. ihrer Vermehrung, mit der wir uns hier befassen werden.

Wenn sich eine Zelle teilt, so muss ihr Genom auch an die Tochterzellen weitergegeben werden. Damit dies geschehen kann, muss die DNA verdoppelt werden. Als Replikation bezeichnet man einen zellulären Vorgang, bei dem eine DNA-Doppelhelix mithilfe spezifischer Enzyme identisch verdoppelt wird. Nur unter dieser Voraussetzung entstehen bei einer nachfolgenden Zellteilung Tochterzellen mit gleicher genetischer Ausstattung.

 

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Ist der neue Corona-Impfstoff gefährlich?

“𝐒𝐨𝐥𝐥 𝐢𝐜𝐡 𝐦𝐢𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧 𝐒𝐀𝐑𝐒-𝐂𝐨𝐕-𝟐 𝐢𝐦𝐩𝐟𝐞𝐧 𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧, 𝐬𝐨𝐛𝐚𝐥𝐝 𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐚𝐫𝐟 – 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐥𝐢𝐞𝐛𝐞𝐫 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐰𝐚𝐫𝐭𝐞𝐧?”

Gastbeitrag von Christian Kaller

Die Frage habe ich mir seit dem Sommer gestellt, und für mich eine klare Antwort gefunden. Da mir die Frage auch in meinem Freundeskreis desöfteren mal untergekommen ist, möchte ich meine eigenen Ergebnisse mit euch teilen. Das wird etwas länger, also holt euch einen Kaffee.
Da im Internet viele, auf den ersten Blick widersprüchliche Informationen zu den kurz vor der Zulassung stehenden Impfstoffe kursieren, begegnet mir immer wieder Verunsicherung – und das ehrlich gesagt aus total nachvollziehbaren Gründen. Die Entwicklung ging extrem schnell, schneller als jemals zuvor. Da hat sich mir auch die Frage gestellt, ob das so mit rechten Dingen zugeht. Deshalb wollte ich für mich die folgenden drei Fragen beantworten:
𝐚) 𝐖𝐢𝐞𝐬𝐨 𝐠𝐢𝐧𝐠 𝐝𝐚𝐬 𝐬𝐨 𝐬𝐜𝐡𝐧𝐞𝐥𝐥, 𝐮𝐧𝐝 𝐥𝐞𝐢𝐝𝐞𝐭 𝐝𝐚𝐫𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐝𝐢𝐞 𝐒𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭?
𝐛) 𝐖𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞 𝐈𝐦𝐩𝐟𝐬𝐭𝐨𝐟𝐟𝐞 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐝𝐚𝐬, 𝐛𝐫𝐢𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐰𝐚𝐬 – 𝐮𝐧𝐝 𝐰𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐥𝐥 𝐢𝐜𝐡 (𝐰𝐞𝐧𝐧 𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐢𝐞 𝐖𝐚𝐡𝐥 𝐡𝐚𝐛𝐞𝐧 𝐬𝐨𝐥𝐥𝐭𝐞)?
𝐜) 𝐖𝐚𝐬 𝐢𝐬𝐭 𝐦𝐢𝐭 𝐍𝐞𝐛𝐞𝐧𝐰𝐢𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧, 𝐒𝐩ä𝐭𝐟𝐨𝐥𝐠𝐞𝐧 𝐮𝐬𝐰.?

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Evolution for IDiots Teil 2: Irreduzierbare Komplexität und die Evolution des Auges

In Teil 1 unserer Reihe „Evolution for IDiots“ befassten wir uns mit der Evolution des Kreationismus. Dabei lernten wir die modernste Version des Kreationismus, das „Intelligent Design“ kennen. Intelligent Design unterscheidet sich von den anderen „klassischeren“ Formen des Kreationismus dadurch, dass sie – zumindest in der Öffentlichkeit – die religiösen Bekundungen des Schöpfungsglaubens auslassen. Weiterhin erkennen sie das hohe Alter der Erde an. Stattdessen haben sei einen anderen Schwerpunkt, nämlich den „Design“ in der Natur. Die Komplexität des Lebens könne nicht durch blinden Zufall entstanden sein. Außerdem sind die komplexen Strukturen irreduzierbar komplex, d. h., wenn man einzelne Teile aus einem System entfernt, so ist dieses System nicht mehr funktionsfähig. Diese komplexen Dinge können nicht einfach so entstanden sein, viel mehr war ein intelligenter Designer am Werk. Diese Argumentation geht auf William Paley zurück, einem berühmten Naturtheologen, der 1802 „Natural Theology“ schrieb. Paleys berühmteste Metapher ist die des Uhrmachers. Wenn man an einem Strand entlangläuft und eine Uhr findet, dann weiß man, dass diese Uhr nicht durch Zufall entstanden sein kann, sondern, dass diese designt wurde, die also jemand gemacht habe. Dasselbe gilt auch für das Leben. In Teil 1 hatten wir den philosophischen Fehler des Intelligent Designs auseinandergenommen. In diesen Teil befassen wir uns mit einem der Lieblingsbeispiele des Intelligent Designs und erörtern, dass diese nicht durch einen Intelligenten Designer, sondern durch Evolution entstanden sind.

Perfektes Design?

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Mars versus Venus? Part 5: Chimpanzee Man and Human Woman?

Around 2005, several mass publications expressed provocative statements. The journal Newsweek said, “Recent studies have shown that women and men are genetically distinguished as humans and chimpanzees.” A New York Times reporter argued that women and men should be considered as different species (cited in KUTSCHERA 2018: 220-221). KUTSCHERA (2018) agrees with this when he writes that men are 99.9% equal to each other, whereas men and women are only 98.5%. This difference of 1.5% between man and woman corresponds to that between man and chimpanzee (KUTSCHERA 2018: pp. 224 – 225, see also Fig. 1). He wants to “verify” the “fundamental difference” between men and women, which also shows up genetically in every cell. The problem with this statement, however, is that it is heavily distorted by KUTSCHERA (2018). Because his comparison man / woman and human / chimpanzee is a comparison between apples and pears (or in other words: between the genes of two individuals of a species and the total DNA between two species).

Fig. 1: Kutschera’s comparison between man and woman as well as between human and chimpanzee. Unfortunately, not much true. Source: KUTSCHERA (2018: 222)

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Mars versus Venus? Part 4: The phenomenon of intersexuality

Especially in parts two and three, we have explained the biological justification of why there are two sexes and why this makes sense. In nature, there are different mechanisms of how the sexes are determined (XX / XY, ZW / ZZ, XX / X0, environmental sex determination). In addition to separate sexes, there are so-called hermaphrodites, i.e. those that combine both sexes in one body (e.g. in many flowering plants or snails).

These forms of sexual determination correspond to the normal distribution of living organisms. Of course, there are deviations from the “norm”. Terms such as “normal”, “abnormal”, “untypical” and “deviations” are to be understood in biology as value-neutral terms that do not involve any discrimination. They only say that there are individuals who do not correspond to the majority. This is also true for sex distribution. It often comes either to chromosomal abnormalities or hormonal disorders (e.g., wasted gonads or genitalia). One speaks of intersexuals, a term introduced by the geneticist Richard Goldschmidt (1878-1958). Some people also bring the concept of the “third sex” into the discussion. However, this is insufficient because no new type of germ cell is formed and many intersex people are sterile (KUTSCHERA 2018: 213-219). A study by BLACKLESS et al. (2000), who collected the results from 20 nations, was able to evaluate that one out of 2,000 newborn babies cannot be clearly assigned to a sex. This means that they are very rare. In addition, all intersex types are integrated here, of which there are quite a few forms. We want to introduce them gradually (according to KUTSCHERA 2018, BLUMBERG 2009, GILBERT 2006).

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Mars vs. Venus? Part 3: File number XY … solved!

Summary of parts one and two

  1. We humans (and most living beings) have a double set of chromosomes (= diploid). And that’s essentially true of most creatures, especially animals.
    2. We humans produce, like all sexually reproducing organisms, germ cells (= gametes). These have only half a chromosome set (= haploid). The process of producing four haploid cells from a diploid cell is called meiosis (or reduction division).
    3. We produce two different types of germ cells, sperm cells (small, motile) and oocytes (large, immobile). This applies to ALL animals. Other groups of organisms also produce different germ cells (always two), or they produce equivalent germ cells (isogamy), where always two merge into one zygote (but isogamy is generally uninteresting for humans and animals).
    4. Living beings undergo a change in the haploid and diploid phase (= biological life cycle) in their lives. Depending on the type one phase outweighs the other phase. In humans and all animals the diploid phase dominates (= diplonts).
    5. Each germ cell production coincides with a “germ cell production site”. Sperm is produced in animals in testicles, oocytes in ovaries. This is also associated with the proliferation of germ cells (internal or external fertilization, ovarian apparatus, penis, etc.).
    6. If there are living things that have three or more sets of chromosomes (= polyploid), they are a special case due to disorders during meiosis. But always two types of germ cells are created.

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Mars versus Venus? Teil 12: It’s okay to be gay

Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.“ (Levitikus 18,22).

Das Thema Homosexualität ist für viele ein Tabu-Thema, auch heute noch. Die Vorurteile sind, besonders von Seiten religiöser Fundamentalisten, dahingehend, dass es eine Sünde sei; gerne wird dabei die Bibel zitiert, wie Levitikus 18,22. Aber auch außerhalb religiöser Propaganda wird Homosexualität gerne missverstanden. Outen sich Jugendliche als schwul oder lesbisch, fragen sich Eltern oft, was sie an der Erziehung „falsch“ gemacht haben. Typische Klischees der verweiblichten, überaus gepflegten schwulen Männern mit der typischen „Teekannenhaltung“ und der lesbischen „Mannsweiber“ mit Holzfällerhemd und Kurzhaarfrisur bestimmen gerne unser Bild von Homosexuellen. Homosexualität wird als etwas „schrilles“, „abnormales“, „perverses“ oder zumindest „ungewöhnliches“ wahrgenommen. Homosexualität wird leider von manchen Verbrechenstaaten wie der USA, Israel oder den EU-Staaten instrumentalisiert um politisch „unbeliebte“ Länder (Russland, Iran) zu diffamieren und Kriegshetze zu betreiben, gleichzeitig aber andere Staaten, die dafür bekannt sind Homosexuelle hinzurichten, politisch und militärisch zu unterstützen (z. B. Saudi-Arabien). Hier soll es aber nicht um die politische Instrumentalisierung gehen und auch nicht über den leider vorhandenen Einfluss der reaktionären queer-Theorie und Identitätspolitik in der Schwulenbewegung gehen, sondern um das Thema an sich: Homosexualität.

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Mars versus Venus? (English) Part 2: Why are there two sexes?

The question of why there are only two sexes (and genders!) has to do with their biological function. This article is about sex, chromosome numbers and germ cell formation.

Sexuality or sexual reproduction is not only exhausted in the multiplication of the number of individuals, but is based on the constant recombination of the parental genetic material. This ensures a certain variability of the organisms. Sex refers to the totality of all phenomena that are put into this service. The biologist August Weismann has already pointed out the origins and significance of sexuality (WEISMANN 1883, 1886). LANE (2009) has dedicated a chapter on the origins and evolution of sexual reproduction; MARGULIS & SAGAN (1986) also wrote a wonderful book (albeit partially elderly). For visually oriented people, I recommend the following video, also the following.

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Mars versus Venus? (English) Part 1: The irrationalism of queer theory

Introduction

“Men are from Mars, women are from Venus,” says therapist John Gray, who claims that men and women are two completely different beings, as if they came from different planets. Men are aggressive and warlike, but also protective like the Roman god of war Mars. Women, on the other hand, are emotional, beautiful, vain, and fertile like the goddess of love, Venus. This leads to the idea that men and women pursue two completely different reproductive strategies and that each of their traits – be they physical or intellectual – serve this reproductive strategy: men and women are biologically completely different and the differences in their behavior are for the most part biologically justifiable and determined. It can also be deduced that her sexual behavior has completely different goals and ideas (he only wants to distribute his sperm, she wants a romantic relationship and children). The social role, i.e. society, plays no decisive role; Everything, or at least almost everything, is biologically justifiable.

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