Wie Embryonen die Evolution der Gliedmaßen erklären (Von Luca bis Eva 15)

Text als pdf Warum sehen unsere Arme und Beine so komisch aus?[1] Betrachtet mal eure Gliedmaßen. An einem Ende befinden sich Finger oder Zehen, am anderen Ende Oberarmknochen oder Oberschenkelknochen. Niemand hat Finger in der Mitte seines Arms. Betrachtet auch die subtilen, aber offensichtlichen Unterschiede zwischen unseren Händen und Füßen. Wenn unsere Finger durch Zehen … Weiterlesen

Die Kambrische Explosion Teil 2: Immer noch kein Problem für Evolution

Text als pdf Einführung Die kambrische Explosion zählt zu den faszinierendsten Kapiteln der Paläontologie, da in geologisch kurzer Zeit eine große Fossilvielfalt auftrat. Entsprechend habe ich dazu ein Video gemacht,[1] das für meinen sonst eher kleinen Kanal überraschend viele Aufrufe erzielte. Wie bei angeblich kontroversen Themen üblich, gab es in den Kommentaren Kritik: Mein Ton … Weiterlesen

Als Fische laufen lernten – Die Evolution des Landgangs (Von Luca bis Eva Teil 14)

Wie gelangten die aquatischen Wirbeltiere an Land und wurden zu vierbeinigen Landtieren, den Tetrapoden? Dieses Thema fasziniert Paläontologen und Biologen seit über einem Jahrhundert, und natürlich gab es viele Kontroversen und viele Fehlvorstellungen. Eine der bekanntesten – und tatsächlich falschesten – Bilder ist die Vorstellung eines Fisches, der mit seinen Flossen aus dem Wasser an … Weiterlesen

Zufall oder Design? Die Evolution der Augen

Intro Das Auge gilt oft als Inbegriff komplexer Evolution – so raffiniert, dass es Charles Darwin selbst Kopfzerbrechen bereitete. Doch von den ersten lichtempfindlichen Zellen winziger Organismen bis zu den hochentwickelten Sehorganen von Tintenfischen, Insekten und Wirbeltieren führte kein Sprung, sondern eine Abfolge kleiner Schritte. In diesem Video reisen wir Milliarden Jahre zurück und folgen … Weiterlesen

Entstehung der Wirbeltierkiefer: Der erste Biss der Evolution (Von Luca bis Eva Teil 11)

Text als pdf Intro Als die ersten Kiefer entstanden, änderte sich die Welt: Aus Filtrierern wurden Jäger. Doch wie formt die Natur aus Knorpelbögen einen Kiefer? Und wie organisiert man eigentlich Hirnnerven in einem Kopf, der gerade erst erfunden wurde? In diesem Video blicken wir auf die evolutionären und entwicklungsbiologischen Prozesse, die den Wirbeltierkiefer geformt … Weiterlesen

Die Erfindung von links & rechts – Die Geburt der Bilateria („Von LUCA bis Eva“ Teil 5)

Transkript als pdf Literaturquellen Von den Metazoa zu den Bilateria Allgemeine Literatur zur Phylogenie der Metazoa bzw. Bilateria. Es gibt eine Reihe guter Lehrbücher, die sich mit der Phylogenie der Bilateria sowie derer einzelner Tierstämme befassen. Hier eine Auswahl: Burda, H., Hilken, G., Zrzavy, J. (2008): Systematische Zoologie. UTB Basics Campbell, N.A., Reece, J.B. et … Weiterlesen

Von Luca bis Eva – die komplette Evolution des Menschen. Teil 2: Endosymbiontentheorie

Transkript Anmerkung: Es folgt eine detaillierte Auflistung der Literatur, die für dieses Video als inhaltliche Grundlage und/oder Bildvorlage genutzt wurde. Außerdem wird hier um weiterführende Literatur ergänzt, die bestimmte Aspekte vertieft. Es gibt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Literatur ist nicht zwingend alphabetisch geordnet, eher nach Wichtigkeit innerhalb eines Kapitels. Hinter einigen Literaturquellen stehen in … Weiterlesen

Entstehung des Lebens Teil 13: Evolution der ATP-Synthase

ATP ist sowas wie die Währung des Stoffwechsels (Abb. 1). Ohne ATP läuft nichts. ATP steht für Adenosin-Tri-Phosphat und speichert quasi die Energie, die wir zum Leben brauchen. Synthetisiert wird ATP mittels der ATP-Synthase, einem Transmembranprotein. ATP ist eine energiereiche Verbindung, deren Bildung der Zufuhr von Energie bedarf. Um diese Energie aufzubringen, koppelt die ATP-Synthase … Weiterlesen

Vom Dino zum Vogel Teil 4: Kreationisten und die Vogelevolution

Vögel sind eindeutig Dinosaurier, dies hatten wir anhand des Fossilberichtes im letzten Beitrag geklärt.

In diesem Beitrag wollen wir auf die Kritik von Evolutionsgegnern zur Evolution der Vögel eingehen. Nicht weil die Pseudoargumente der Kreationisten eine gewisse Plausibilität oder Daseinsberechtigung in der wissenschaftlichen Welt haben, sondern weil durch die Entlarvung von Pseudowissenschaften naturwissenschaftliche Tatsachen didaktisch auf eine interessante Weise aufgearbeitet werden können und auch Fehlvorstellungen zur Evolution in der allgemeinen Bevölkerung, die nicht unbedingt mit dem Kreationismus sympathisiert, aufgeräumt werden kann. Führender Vertreter des Kreationismus im deutschsprachigen Raum ist die evangelikale Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“, dessen ehemaliger Geschäftsführer Reinhard Junker war. Wort und Wissen zeichnete sich – zumindest unter der Führung von Junker – im Vergleich zu US-amerikanischen Kreationisten durch eine gewisse Sorgfalt und oberflächlich betrachtet seriöse Herangehensweise aus. Doch ihre Argumente sind nicht originell oder wirklich neu, weshalb sie stellvertretend für andere Kreationisten stehen.

Der Text ist Teil der folgenden Arbeit: Evolution: Woher wissen wir, dass Vögel Dinosaurier sind? von Martin Neukamm und Andreas Beyer

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Die Evolution der Tiere

Vorwort des Herausgebers Seit jeher versuchen Biologen eine Geschichte des Lebens auf der Erde darzustellen. Entsprechend vielfältige Darstellungen gibt es. Die wenigsten jedoch zeichnen ein Gesamtszenario. Zudem implizieren vor allem die älteren Darstellungen von Stammbäumen eine Höherentwicklung der Organismen und stellen den Menschen als die Krone der Schöpfung an die Spitze der Evolutionsleiter. Nach heutiger … Weiterlesen

Fossilien als Übergangsformen

Fossilien sind Zeugen des Lebens der Vergangenheit und belegen, dass sich das Leben auf unserer Erde verändert. Wenn aber die Evolutionsbiologie davon ausgeht, dass alle Lebewesen auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgehen, dann muss es zwischen verschiedenen Gruppen von Lebewesen Übergänge geben. Wenn es um Übergangsformen geht, so kommen seitens der Kreationisten viele Vorurteile und sachliche … Weiterlesen

Entstehung des Lebens Kapitel 10: Last Universal Common Ancestor (LUCA)

Einführung Text als pfd Eine der Grundeigenschaften des Lebens ist der Stoffwechsel. Im letzten Beitrag legten wir dar, dass Stoffwechsel eine Form der chemischen Reaktion ist und dass die weißen Raucher Bedingungen schaffen, wie sich die ersten Stoffwechselprozesse entwickelt haben können.[1] Dort lernten wir die Reaktion von CO2 mit Wasserstoffgas kennen. Obwohl beide Stoffe nicht … Weiterlesen

Kreationismus und die Arche Noah

Kreationisten und das Grundtypenmodell ein Großteil des Textes basiert auf Martin Neukamm: Die kreationistische Grundtypenbiologie in der Kritik Unser blauer Planet ist voller Leben. Heute sind etwa 2 Mio. Tier- und Pflanzenarten wissenschaftlich beschrieben worden. Wir wissen, dass neue Arten durch Evolution immer wieder aufs Neue entstehen oder aussterben. Religiöse Fundamentalisten sind da aber anderer … Weiterlesen

Gradualismus und Punktualismus

Verläuft Evolution langsam, unmerklich und in kleinen Schritten oder macht die Natur doch große Sprünge und Evolution verläuft schneller als gedacht?

Darwin, wie übrigens die meisten Menschen im viktorianischen England, war Teil einer Kultur, die an Fortschritt und allmähliche Veränderungen glaubte. Von den Revolutionen in Frankreich und Amerika erschüttert, vertraten die Briten stattdessen die Auffassung, dass langsame, stetige Veränderungen das beste Modell für gesellschaftliche Veränderungen und Reformen seien. Als enger Freund und Schüler von Charles Lyell wollte Darwin Lyells Ansatz der allmählichen, uniformen Umwandlung der Erde auf die Biologie ausweiten. Darwin war also ein Anhänger des Gradualismus. Darwins Freund und Förderer Thomas Huxley mahnte jedoch, dass Gradualismus kein notwendiger Bestandteil der Evolutionstheorie sein muss (vgl. Prothero 2017: S. 85-86).

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Tutorial Erdgeschichte 4 – Hutton, Lyell, Naturalismus, Neptunismus, Plutonismus

Wir befassten uns mit dem Alter unserer Erde. Wir haben gelernt, mit welchen Methoden Wissenschaftler die Gesteine untersuchen, um deren Alter zu bestimmen. Insbesondere die radiometrische Datierung erlaubt es uns, das hohe Alter der Erde möglichst genau zu bestimmen. In diesem Beitrag, wollen wir einen kurzen Überblick über die Ursprünge der Geologie als Wissenschaft liefern, einer Disziplin, die gerade erstmal 200 Jahre alt ist.

Obwohl es schon unter den alten Griechen und Römern einige Gelehrte gab, die dachten, die Erde sei wirklich alt, stammen unsere modernen Erkenntnisse über das Alter der Erde aus dem späten 18. Jahrhundert, aus der Zeit der Aufklärung.

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Tutorial Erdgeschichte 2: Altersdatierung

In unserem letzten Beitrag haben wir im Schnellverfahren eine Zeitreise durch unsere Erdgeschichte gemacht. Wir haben mit einem Gedankenexperiment die ca. 4,5 Mrd. Jahre unserer Erde in einem Kalenderjahr ablaufen lassen. Doch woher wissen wir eigentlich wie alt die Erde ist? Es gibt mehrere Methoden das Alter der Erde zu bestimmen. Man unterteilt sie prinzipiell in relative und absolute Altersbestimmungen. Wir werden uns in diesem Beitrag mit einigen dieser Altersbestimmungen befassen.

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Tutorial Erdgeschichte 1: Eine Frage der Zeit

Unsere Erde hat ein Alter von etwa 4,6 Mrd. Jahren. Diese Zahl ist so schnell dahingesagt, doch die wahren Ausmaße dieses Alters sind für unsere Vorstellungskraft kaum zu erfassen: Um sich über die Bedeutung und die Größe der Zeiträume, über die wir sprechen, einmal klar zu werden, müssen wir ein kleines Gedankenspiel machen. Stellen wir uns einfach vor wir würden die gesamte Erdgeschichte in einem einzigen Kalenderjahr ablaufen lassen.

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Evolution to go 5: Der erste Primat (Affe): Purgatorius

Paläontologen um Gregory Wilson Mantilla von der University of Washington haben fünf fossile Primatenzähne entdeckt, die ein neues Licht auf die Evolution unserer frühen Vorfahren werfen. Morphologische Vergleiche ergaben, dass diese Zähne von zwei verschiedenen Arten der Gattung Purgatorius stammen. Eine dieser Spezies wurde noch nie beschrieben. Die Purgatoriiden gelten als eine der ältesten und … Weiterlesen

Phylogenetische Systematik Teil 4: Homologie

Lesetext: Homologie

In den vorherigen Kapiteln haben wir uns intensiv mit der phylogenetischen Systematik und Kladistik befasst.

Wir halten fest: Lebewesen sind ein Mosaik aus apomorphen und plesiomorphen Merkmalen. Doch wie bestimme ich, welche Merkmale apomorph und welche plesiomorph sind?

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Phylogenetische Systematik Teil 3: Stammbaum des Lebens

Die einzige Art alle Arten von Leben objektiv zu kategorisieren ist ihre gemeinsamen Eigenschaften zu erfassen, also diejenigen Merkmale, die jedes Mitglied dieses Kollektivs hat und nur dieses Kollektivs. So werden ihre Merkmale diagnostisch und für diese Gruppe bestimmend. Wir sollten hierbei nicht vergessen, dass der erste Mensch, der versuchte alle Lebewesen zu klassifizieren, ein überzeugter Christ und Kreationist war, der nicht an evolutionäre Prozesse oder eine gemeinsame Abstammung dachte, bzw. davon wusste.

 

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