• Monatliche Archive: Juli 2019

Sugar-Daddy? – Der Irrsinn des Kreationismus

Kreationismus ist der pseudowissenschaftliche Irrglaube, dass Evolution eine Lüge sei. Er ist, wie die Leugnung des anthropogenen Klimawandels, Homöopathie, Esoterik und die Impfgegner Ausdruck der Fäulniserscheinung einer untergehenden Gesellschaftsformation. Der Kreationismus hat, je nachdem welcher religiös-fundamentalistischen Ausrichtung man anhängt, unterschiedliche Facetten. Jedoch lassen sich in etwa zwei Hauptrichtungen erkennen: Zum einen gibt es die „Junge-Erde-Kreationisten“, also jene Fundamentalisten, die die Bibel wörtlich nehmen und das Alter der Erde auf etwa 6000 Jahre schätzen. Gott habe dabei die Erde in eben diesen 6 Tagen geschaffen. Zum anderen gibt es die „Alte-Erde-Kreationisten“, die zwar das hohe geologische Alter akzeptieren und die Bibel nicht ganz so wörtlich nehmen, den Evolutionsgedanken jedoch ablehnen. Wenn sich Arten wandeln, dann handelt es sich nicht um einen natürlichen Prozess, sondern ein „intelligenter Schöpfer“ ist am Werk. Hierzu gehört z. B. die „gap theory“. Diese erkennt das hohe Alter der Erde an. Die sechs Tage der Genesis geschahen erst nach einer langen Pause. Sehr alte Fossile gehören der ersten Periode an, deren Leben von Gott vor der Schöpfung Adam und Evas zerstört wurde. Nach der “day-age theory” sind die Tage der Genesis nicht wörtlich zu nehmen, sie können durchaus für Millionen von Jahren stehen. Im 20. Jahrhundert kam als dritte Interpretationsvariante die Fluttheorie von George McCready Price hinzu. Vor den sieben Tagen der Genesis wird eine lange Existenz ohne Leben zugestanden. Häufig tarnen sich besonders die „Alte-Erde-Kreationisten“ unter dem Decknamen des „Intelligent Design“, um sich „wissenschaftlich“ zu präsentieren. Es gab auch mehrere Versuche, vor allem in den USA, den Kreationismus als „Alternative“ zur Evolutionstheorie in den Schulen zu unterrichten. Doch die Wissenschaftlichkeit des Kreationismus und des „Intelligent Designs“ ist nur ein Etikettenschwindel.

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Beiträge der Sowjetunion zum anthropogenen Klimawandel

In der Abhandlung „Anthropogener Klimawandel: Konsens oder Nonsense?“ wurde festgestellt, dass die wissenschaftlichen Studien zweifelsohne für einen anthropogenen Klimawandel sprechen und dass anthropogene CO2-Emmissionen den Hauptanteil für den derzeitigen Klimawandel verantwortlich sind. Theorien (besser gesagt: Spekulationen) der Klimaleugner sind nicht überzeugend, stammen hauptsächlich aus nicht wissenschaftlicher Literatur und wenn doch die ein oder andere Spekulation es durch Zufall in eine Fachzeitschrift schafft, so sind diese fehlerhaft, liefern keine überzeugenden Alternativen und sind in sich widersprüchlich.

An dieser Stelle ist es aber nicht unerheblich wissenschaftliche Studien heranzuziehen, die einen der wichtigsten Mythen der Klimaleugner einen noch weiteren Schaden zulegen. Es handelt sich um den Mythos, dass sich Klimawissenschaftler verschworen haben, um die Bevölkerung hinters Licht zu führen und sich zu bereichern. Wenn dem tatsächlich so wäre, so müssten Wissenschaftler anderer politischer Systeme, völlig entgegengesetzte Positionen vertreten. In „Anthropogener Klimawandel: Konsens oder Nonsense“ wurde dargelegt, dass der Konsens des anthropogenen Klimawandels nicht nur von Wissenschaftlern in den USA und Europa geteilt wird, sondern von Staaten, die im weltpolitischen System auf der Gegenseite dieser imperialistischen Machtzentren stehen. Ob Russland, China, Venezuela, Kuba oder sogar der Iran, als diese Gegenpole zur Vormachtstellung der NATO auf der Welt teilen den wissenschaftlichen Konsens des anthropogenen Klimawandels. Doch damit nicht genug: Auch historisch betrachtet, während des Kalten Krieges, hatten die Wissenschaftler beider ökonomisch-politischen Weltsysteme – die kapitalistischen Mächte und die sozialistischen Staaten – festgestellt, dass anthropogene CO2-Emissionen das Klima verändern. Wenn zwei verfeindete politische Systeme – die Sowjetunion und die USA – dieselbe Position zum Klimawandel haben, gibt es für verschwörungstheoretische Propaganda keine Grundlage außer einer: Wenn Klimaleugner wie Lord Monckton auf dem UN-Klimagipfel 2009 in Kopenhagen vor der kommunistischen Weltverschwörung und die „online-Petition“ der 31.000 „Wissenschaftler“ (darüber wurde berichtet) vor einer „globalen Planwirtschaft“ warnen, muss doch etwas dran sein, wenn selbst die Sowjetunion den anthropogenen Klimawandel nachgewiesen hat? Spaß beiseite

Dieser Artikel widmet sich den Beiträgen der Sowjetunion zur Klimaforschung.

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Anthropogener Klimawandel: Konsens oder Nonsense?

Einer beliebtesten „Argumente“ der Klimaleugner ist, dass es keinen Konsens in der Wissenschaft darüber gibt, ob der Klimawandel nun vom Menschen verursacht wurde oder ob „natürliche“ Ursachen die Hauptrolle spielen. Eigentlich dürfte es überhaupt gar keinen Konsens in der Wissenschaft geben. Der Eindruck, dass es keinen Konsens zu geben scheint, wird u. a. durch eine online-Petition (Global Warming Petition Project) in den USA bestätigt, bei dem 31.000 Wissenschaftler, davon 9.000 promovierte, gegen die Hypothese, dass der Mensch Hauptverursacher des Klimawandels ist, unterzeichnet haben. Viel mehr seien natürliche Ursachen schuld am Klimawandel und CO2 kein gefährliches Treibhausgas, sondern ganz nützlich für das Pflanzenwachstum. Außerdem spricht sich die online-Petition gegen globale Energierationierung, zentrale Planwirtschaft (welch Graus der Kommunismus kommt!) und globale Steuersysteme aus.

31.000 Wissenschaftler alleine in den USA klingen nach viel und da diese Petition mediale Aufmerksamkeit bekam, scheint auf den ersten Blick tatsächlich kein Konsens über den menschgemachten Klimawandel zu bestehen – auf den ersten Blick!

Es ist daher Zeit sich die Debatte näher anzuschauen.

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