• Archiv der Kategorie: Soziobiologie

Mars versus Venus? Teil 13: Eine schrecklich nette Familie

In dieser Episode geht es, anders als der Titel vermuten würde, nicht um den erfolglosen Schuhverkäufer, Held der Arbeit und Comedy-Legende Al Bundy, sondern um einige entscheidende Aspekte der Paar-Bindung, des Familienlebens, der sexuellen Selektion, Soziobiologie und die Rolle der Eltern (besonders der Väter). Beim Menschen kümmern sich sowohl Männer als auch Frauen um ihre Kinder, aber sind Frauen dafür nicht biologisch geeigneter? So ist es doch KUTSCHERA (2018) selbst, der mehrmals betont, dass Männer aufgrund ihres hohen Testosteronspiegels für Kinder nicht geeignet seien (z. B. S. 27). Gender-Ideologen hingegen betonen, dass Männer ihren Testosteronspiegel herunterfahren und einen „Mutterinstinkt“ entwickeln müssen (S. 307). Wir werden uns mit diesen und anderen Aussagen in diesem Kapitel näher befassen.

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Mars versus Venus? Teil 12: It’s okay to be gay

Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.“ (Levitikus 18,22).

Das Thema Homosexualität ist für viele ein Tabu-Thema, auch heute noch. Die Vorurteile sind, besonders von Seiten religiöser Fundamentalisten, dahingehend, dass es eine Sünde sei; gerne wird dabei die Bibel zitiert, wie Levitikus 18,22. Aber auch außerhalb religiöser Propaganda wird Homosexualität gerne missverstanden. Outen sich Jugendliche als schwul oder lesbisch, fragen sich Eltern oft, was sie an der Erziehung „falsch“ gemacht haben. Typische Klischees der verweiblichten, überaus gepflegten schwulen Männern mit der typischen „Teekannenhaltung“ und der lesbischen „Mannsweiber“ mit Holzfällerhemd und Kurzhaarfrisur bestimmen gerne unser Bild von Homosexuellen. Homosexualität wird als etwas „schrilles“, „abnormales“, „perverses“ oder zumindest „ungewöhnliches“ wahrgenommen. Homosexualität wird leider von manchen Verbrechenstaaten wie der USA, Israel oder den EU-Staaten instrumentalisiert um politisch „unbeliebte“ Länder (Russland, Iran) zu diffamieren und Kriegshetze zu betreiben, gleichzeitig aber andere Staaten, die dafür bekannt sind Homosexuelle hinzurichten politisch und militärisch zu unterstützen (z. B. Saudi-Arabien). Hier soll es aber nicht um die politische Instrumentalisierung gehen und auch nicht über den leider vorhandenen Einfluss der reaktionären queer-Theorie und Identitätspolitik in der Schwulenbewegung gehen, sondern um das Thema an sich: Homosexualität.

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Der Haken mit dem Orang-Utan-Haken

Um es vorwegzunehmen: Die Leistungen unserer nächsten Verwandten verblüffen uns und damit auch mich. Dem Gorilla-Weibchen “Koko” wurde die Zeichensprache beigebracht und mithilfe dieses “Wortschatzes” konnte sie auch “Wörter” beschreiben, die ihr nicht mit der Zeichensprache beigebracht wurden (so konnte sie aus den Handzeichen für “Feuer” und “Flasche” ein Feuerzeug “beschreiben”). Auch dem Bonobo-Männchen “Kanzi” konnte man verschiedene Symbole beibringen, ihm wurde sogar beigebracht mit Feuer umzugehen und sich Marshmallows zu machen (ob das die beste Nahrung für einen Bonobo ist, sei dahingestellt).

Eine Studie der Universität Wien, der Universität St. Andrews und der Veterinärmedizinischen Universität Wien um Isabelle Laumer und Alice Auersperg mit Orang-Utans hat nun weiteres zutage gebracht. Offensichtlich scheinen Orang-Utans in der Lage zu sein, Werkzeuge “herzustellen”.

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Mars versus Venus? Teil 7: Gehirn 1/3, Problem des biologischen Determinismus

Problemstellung

Wir haben uns in den vorherigen Teilen vor allem mit der Genetik befasst. Wir konnten feststellen, dass biologisch zwei Geschlechter funktional sind und mit der Produktion unterschiedlicher haploider Keimzellen einhergehen. Intersexuelle hingegen lassen sich keinem eindeutigen Geschlecht zuordnen, bilden aber damit kein drittes (oder x-tes) Geschlecht, da sie keinen neuen Keimzellentyp hervorbringen. In der Biologie besteht weitestgehend Einigkeit darüber, dass die beiden biologischen Geschlechter Fakten sind.

Nun mögen vielleicht Penis und Vagina sowie Samen- und Eizelle interessant sein, doch die meisten interessieren sich vor allem für das, was angeblich wirklich Männer und Frauen unterscheidet: ihr Wesen, ihre Persönlichkeit, ihr Fühlen, ihr Denken und ihr Gehirn. Wenn behauptet wird Männer und Frauen seien völlig unterschiedlich, so als ob sie von verschiedenen Planeten kämen, dann treffe es eben auch auf alles zu. Die “Wissenschaft” dahinter scheint simpel und klar: Die Evolution erschuf Männer und Frauen mit evolutionär unterschiedlichen Aufgaben und entsprechenden Hirnen. Die Geschlechterunterschiede scheinen auch im Gehirn, also damit auch im Verhalten und der Psyche festgelegt (“hardwired”): Frauen seien die Sprachbegabteren und können sich besser in andere einfühlen, weil ihre Gehirnhälften besser vernetzt sind. Männer hingegen seien Sprachmuffel, dafür jedoch besser in Mathematik und im räumlichen Denken. Das habe natürlich auch evolutionäre Hintergründe. Während der Steinzeit saßen die Damen zu Hause, kümmerten sich um die Kinder und kommunizierten sehr viel (ob Klatsch- und Tratsch-Magazine in Stein gemeißelt wurden, das konnten Evolutionspsychologen noch nicht beweisen). Männer hingegen waren die Jäger und mussten sich daher räumlich besser orientieren und logischer denken. Dieses Steinzeithirn, welches wir entwickelten, hat auch bis heute noch Bestand, so die gängige Hypothese. Wir können bei Kutscheras Gender-Buch lesen:  Männer seien aufgrund ihres Testosteronspiegels für die Kinderaufzucht ungeeignet (KUTSCHERA 2018: S. 307). Auch die Berufswahl sei geschlechterspezifisch. So interessieren sich Frauen für ihn nicht für die “harten Naturwissenschaften”, sowie für Informatik und Ingenieurswissenschaften (KUTSCHERA 2018: S. 159 & 185). Der Versuch, „junge Frauen mit allen Mitteln dazu zu überreden, Ingenieurinnen zu werden“ sei, so Kutschera, eine „geistige Vergewaltigung heranwachsender Frauen“ (KUTSCHERA 2018: S. 48). Er betont zwar, er würde sich durchaus für die Frauen in der Wissenschaft einsetzen, befürchtet aber gleichzeitig, dass die Biologie “verweichlicht” (bzw. “verweiblicht“) werden soll (KUTSCHERA 2018: S.116). Interessant, dass hier eine Verbindung zwischen verweichlicht und verweiblicht gezogen wird.

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Mars versus Venus? Teil 1: Der Irrationalismus der Queer-Theorie

Einführendes

“Men are from Mars, Women are from Venus”, so der Therapeut John Gray, bei der die Behauptung aufgestellt wird, Männer und Frauen seien zwei komplett unterschiedliche Wesen, als ob sie von unterschiedlichen Planeten stammten. Männer seien aggressiv und kriegerisch, aber auch beschützend wie der römische Kriegsgott Mars. Frauen hingegen seien emotional, schön, eitel und fruchtbar wie die Göttin der Liebe Venus. Daraus resultiert die Vorstellung Männer und Frauen verfolgen zwei völlig unterschiedliche Strategien zur Fortpflanzung und jeder ihrer Merkmale – seien sie nun körperlich oder intellektuell – dienen dieser Fortpflanzungsstrategie: Männer und Frauen seien biologisch komplett unterschiedlich und die Unterschiede in ihrem Verhalten seien zum überwiegenden Teil biologisch begründbar und festgeschrieben. Daraus ist auch abzuleiten, dass ihr Sexualverhalten völlig andere Ziele und Vorstellungen habe (er möchte nur seinen Samen verteilen, sie möchte eine romantische Beziehung und Kinder). Die soziale Rolle, also die Gesellschaft, spiele keine entscheidende Rolle; alles, oder zumindest fast alles, sei biologisch begründbar.

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Michael Crichton, Jurassic Park und die menschliche Gesellschaft

Heutzutage gibt es doch recht wenig hervorragende Literatur. In Zeiten von Schrott-Romanen wie „50 Shades of Grey“, hirnlosen Biographien dilletantischer Schauspieler, Fußballer, Musiker und Ex-Bundespräsidentenfrauen, sowie pseudowissenschaftliche „Sach“bücher von Mulit-Untalenten wie Thilo Sarrazin, fällt es einem doch schwer gute Literatur zu finden. Zu den wenigen Ausnahmen zeitgenössischer Autoren gehören Steven King, George R. R. Martin und Michael Crichton. Letzterer ist leider 2008 verstorben. Doch zwei seiner Bücher lieferten Vorlagen für die wohl spektakulärste Filmreihe: Jurassic Park. Wer die Filme mag (von Jurassic Park 3 abgesehen), wird die Bücher (Jurassic Park & Lost World) lieben. Das Besondere der Bücher ist auch, dass viele Kapitel tiefsinnige wissenschaftliche und philosophische Kapitel haben, die zum Nachdenken anregen. Themen, die in den Filmen oft zu kurz kamen. Ein Kapitel des zweiten Buches befasst sich mit der Evolutionsgeschichte des Menschen, welches hier wiedergegeben werden soll:

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Alpha-Männchen – Dumme Assis oder empathische Sympathieträger?

Unsere Gesellschaft erzeugt schon einige absurde Stereotypen und Charaktermasken über die Rolle der Menschen in einer Gesellschaft und verkauft sie als dessen „Natur”. Zu den bekanntesten gehört die Rolle des sogenannten „Alpha-Männchen“. Die meisten stellen sich unter einem „Alpha-Männchen“ einen Typen vor, der möglichst viele Weibchen begattet (fremdgehen erlaubt), da er seinem genetischen Imperativ folgen muss. Ein “Alpha-Männchen” muss körperlich stark und muskulös sein und am besten viel Kohle und nen dickes Auto haben. Intelligenz, Empathie und sozialer Umgang sind nicht unbedingt notwendig, es sei denn es ginge darum irgendeine Frau ins Bett zu kriegen: da könne man ja sowas vortäuschen. Eigentlich ein absoluter Voll-Assi und A…loch, auf den die Frauen angeblich so abfahren. Schließlich zeigen es ja uns solch “hoch-intelligente” Sendungen, wie „der Bachelor“ oder geistig retardierte Reality-Soaps wie „Berlin Tag und Nacht“, wie ein alpha-Männchen auszusehen hat. Will man es etwas „niveauvoller“, nimmt man James Bond.

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