• Monatliche Archive: Dezember 2018

Mars versus Venus? Teil 3: Aktenzeichen XY … gelöst!

Anmerkungen zu Teil eins und zwei

Einige Leser haben mich darum gebeten, weil sie in Bio nicht so fit sind, dass ich ihnen in Kürze nochmal die wesentlichen Aspekte darstelle.

Genetik und Molekularbiologie sind inhaltsstarke Fächer (wenn man bedenkt, dass alleine die Abschnitte Mitose und Meiose in ALBERTs “Molekularbiologie der Zelle etwa 80 Seiten ausmachen und das Buch selbst über 1600 Seiten hat, kriegt vielleicht eine Vorstellung über die Komplexität dieses Themas), weswegen eine kurze Zusammenfassung sich als schwierig erweist. Ich werde aber, sobald die Gender-Geschichte im Wesentlichen abgeschlossen ist, versuchen die Grundlagen der Molekularbiologie (dieser Begriff erscheint mir übrigens sinnvoller als “Genetik”) kurz darzustellen, ähnlich wie z. B. der Artikel zur phylogenetischen Systematik (ebenfalls ein Thema, welches viele Bio-Studenten zum Wahnsinn treibt. Für die Ungeduldigen empfehle ich z. B. die Seite “Bio einfach erklärt“.

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Mars versus Venus? Teil 2: Warum gibt es zwei Geschlechter?

Die Frage, warum es eben nur zwei Geschlechter geben kann, hat mit ihrer biologischen Funktion zu tun. Hierbei geht es um Sex, Chromosomenzahl und Keimzellenbildung.

Sexualität, bzw. sexuelle Fortpflanzung erschöpft sich nicht nur in der Vermehrung der Individuenzahl, sondern beruht auf der ständigen Neukombination des elterlichen Erbgutes. Damit ist eine gewisse Variabilität der Organismen gesichert. Sex bezeichnet die Gesamtheit aller Phänomene, die in diesen Dienst gestellt werden. Über die Ursprünge und Bedeutung der Sexualität hat schon der Biologe August Weismann hingewiesen (WEISMANN 1883, 1886). Über die Ursprünge und Evolution der sexuellen Fortpflanzung hat LANE (2009) ein Kapitel gewidmet; MARGULIS & SAGAN (1986) haben hierzu ebenfalls ein wunderbares Buch geschrieben (wenn auch teilweise betagt). Für visuell orientierte Menschen empfehle ich folgendes Video, außerdem noch folgendes

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Mars versus Venus? Teil 1: Der Irrationalismus der Queer-Theorie

Einführendes

“Men are from Mars, Women are from Venus”, so der Therapeut John Gray, bei der die Behauptung aufgestellt wird, Männer und Frauen seien zwei komplett unterschiedliche Wesen, als ob sie von unterschiedlichen Planeten stammten. Männer seien aggressiv und kriegerisch, aber auch beschützend wie der römische Kriegsgott Mars. Frauen hingegen seien emotional, schön, eitel und fruchtbar wie die Göttin der Liebe Venus. Daraus resultiert die Vorstellung Männer und Frauen verfolgen zwei völlig unterschiedliche Strategien zur Fortpflanzung und jeder ihrer Merkmale – seien sie nun körperlich oder intellektuell – dienen dieser Fortpflanzungsstrategie: Männer und Frauen seien biologisch komplett unterschiedlich und die Unterschiede in ihrem Verhalten seien zum überwiegenden Teil biologisch begründbar und festgeschrieben. Daraus ist auch abzuleiten, dass ihr Sexualverhalten völlig andere Ziele und Vorstellungen habe (er möchte nur seinen Samen verteilen, sie möchte eine romantische Beziehung und Kinder). Die soziale Rolle, also die Gesellschaft, spiele keine entscheidende Rolle; alles, oder zumindest fast alles, sei biologisch begründbar.

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