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Dagmar Henn und die Impfungen

Mir wurde in letzter Zeit von impfkritischer Seite häufiger empfohlen den ein oder anderen Artikel von Dagmar Henn, die für Russia Today (RT Deutschland) regelmäßig Artikel schreibt, anzuschauen, da sie gute Argumente gegen die Impfpflicht und gegen die „neuen“ mRNA-Impfstoffe liefere. Ich bin dem mal nachgegangen und habe ihren Artikel „Die Glaskugel des ZDF – oder wie Wissenschaft nicht geht“, erschienen bei RT Deutschland am 22. Oktober 2021 gelesen[1]. Ich möchte die Zeit nutzen auf einige Punkte von Dagmar Henn einzugehen. Mir geht es nicht darum Personen (Frau Henn) oder die Quelle (Russia Today) zu diskreditieren. Auch möchte ich keine Aussagen über das Für und Wider einer Impfpflicht machen, ob andere Impfstoffe wie Sputnik V bessere Kandidaten wären oder die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung bewerten. Das würde zum einen meine Kompetenzen übersteigen (auch wenn ich dazu natürlich eine Position habe) und zum anderen den Artikel unnötig in die Länge ziehen, der schon lang genug ist.  Es soll in diesem Beitrag ausschließlich um die Bewertung einiger fachwissenschaftlicher Aussagen in diesem Artikel gehen, die Frau Henn trifft.

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Noch einmal über den Klima-Konsens

Eigentlich hatte ich nicht vor die Debatte über die globale Erwärmung fortzuführen, denn ich kann nicht von mir behaupten Experte in diesem Thema zu sein, noch liegt sie in meinem Interessenbereich. Da es aber gerade „in“ ist darüber zu debattieren, wurde ich auf einen Artikel von Markus Fiedler aufmerksam gemacht, welches den Titel „Die 97% Einigkeit unter Wissenschaftlern, die es nie gegeben hat“ trägt (in Folge Fiedler 2020). Es bezieht sich auf die Studie von Cook et al. (2013), die bei einer Analyse von knapp 12.000 „abstracts“ von wissenschaftlichen Studien gezeigt haben, dass 97% der Studien sich darüber einig sind, dass der Mensch Hauptverursacher der jetzigen globalen Erwärmung ist. Fiedler (2020) will diesen Konsens der Klimawissenschaftler widerlegt haben wollen. Seiner Analyse nach seien die 97% Einigkeit eine statistische Manipulation von Cook et al. (2013). Denn dem Leser werde „systematisch verheimlicht, dass lediglich 0,54% aller Autoren, die etwas zum Klimawandel schreiben, den Menschen als wesentlichen Treibers des Klimas sehen.

Nun sollen es also statt 97% nur 0,54% aller Studien sein. Das Ergebnis von einem halben Prozent statt 97% wirkt schon sehr auffällig. Deswegen sollen hier die Argumente Fiedlers kritisch überprüft werden, um herauszufinden, ob bei Cook et al. (2013) tatsächlich „manipulative Fehler“ vorliegen und Fiedlers Kritik berechtigt ist.

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