Mir wurde in letzter Zeit von impfkritischer Seite häufiger empfohlen den ein oder anderen Artikel von Dagmar Henn, die für Russia Today (RT Deutschland) regelmäßig Artikel schreibt, anzuschauen, da sie gute Argumente gegen die Impfpflicht und gegen die „neuen“ mRNA-Impfstoffe liefere. Ich bin dem mal nachgegangen und habe ihren Artikel „Die Glaskugel des ZDF – oder wie Wissenschaft nicht geht“, erschienen bei RT Deutschland am 22. Oktober 2021 gelesen[1]. Ich möchte die Zeit nutzen auf einige Punkte von Dagmar Henn einzugehen. Mir geht es nicht darum Personen (Frau Henn) oder die Quelle (Russia Today) zu diskreditieren. Auch möchte ich keine Aussagen über das Für und Wider einer Impfpflicht machen, ob andere Impfstoffe wie Sputnik V bessere Kandidaten wären oder die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung bewerten. Das würde zum einen meine Kompetenzen übersteigen (auch wenn ich dazu natürlich eine Position habe) und zum anderen den Artikel unnötig in die Länge ziehen, der schon lang genug ist. Es soll in diesem Beitrag ausschließlich um die Bewertung einiger fachwissenschaftlicher Aussagen in diesem Artikel gehen, die Frau Henn trifft.
mRNA
Molekularbiologie der Zelle Teil 11: Genregulation und Epigenetik
In den vorherigen Beiträgen haben wir den Bau der DNA kennengelernt und ihre Rolle bei der Zellteilung und der Herstellung von Proteinen. Die menschliche Zelle hat aber über 20.000 Gene und nicht jede Zelle unseres Körpers ist gleich. Muskelzellen brauchen andere Proteine als Nervenzellen usw. Es wäre ziemlich ineffizient, wenn alle Gene gleichzeitig in jeder Zelle exprimiert werden. Es muss also ein System vorhanden sein, dass Gene nur in den Zellen exprimiert werden, wo sie benötigt werden und auch zum richtigen Zeitpunkt. Dies wird mittels der Genregulation gesteuert. Je früher die Zelle in den Prozess der Proteinsynthese eingreift, umso weniger Energie und Aminosäuren verschwendet sie.
Molekularbiologie der Zelle Teil 10: Von der DNA zum Protein
In unserem Kapitel über den Aufbau der DNA stellten wir fest, dass diese Informationen für den Aufbau von Proteinen enthält, die Gene. Proteine haben wir ebenfalls kennengelernt. Proteine können quasi gesehen als Genprodukte verstanden werden. Werden Gene abgelesen und in Proteine übersetzt spricht man auch von Genexpression. Das zugehörige Verb lautet exprimieren (Abb. 1). Die Gesamtheit der Gene wird als Genotyp bezeichnet, die Merkmale für die sie codieren – als Phänotyp.
Ist der neue Corona-Impfstoff gefährlich?
„𝐒𝐨𝐥𝐥 𝐢𝐜𝐡 𝐦𝐢𝐜𝐡 𝐠𝐞𝐠𝐞𝐧 𝐒𝐀𝐑𝐒-𝐂𝐨𝐕-𝟐 𝐢𝐦𝐩𝐟𝐞𝐧 𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧, 𝐬𝐨𝐛𝐚𝐥𝐝 𝐢𝐜𝐡 𝐝𝐚𝐫𝐟 – 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐥𝐢𝐞𝐛𝐞𝐫 𝐧𝐨𝐜𝐡 𝐰𝐚𝐫𝐭𝐞𝐧?“
Gastbeitrag von Christian Kaller