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Anthropogener Klimawandel: Konsens oder Nonsense?

Einer beliebtesten „Argumente“ der Klimaleugner ist, dass es keinen Konsens in der Wissenschaft darüber gibt, ob der Klimawandel nun vom Menschen verursacht wurde oder ob „natürliche“ Ursachen die Hauptrolle spielen. Eigentlich dürfte es überhaupt gar keinen Konsens in der Wissenschaft geben. Der Eindruck, dass es keinen Konsens zu geben scheint, wird u. a. durch eine online-Petition (Global Warming Petition Project) in den USA bestätigt, bei dem 31.000 Wissenschaftler, davon 9.000 promovierte, gegen die Hypothese, dass der Mensch Hauptverursacher des Klimawandels ist, unterzeichnet haben. Viel mehr seien natürliche Ursachen schuld am Klimawandel und CO2 kein gefährliches Treibhausgas, sondern ganz nützlich für das Pflanzenwachstum. Außerdem spricht sich die online-Petition gegen globale Energierationierung, zentrale Planwirtschaft (welch Graus der Kommunismus kommt!) und globale Steuersysteme aus.

31.000 Wissenschaftler alleine in den USA klingen nach viel und da diese Petition mediale Aufmerksamkeit bekam, scheint auf den ersten Blick tatsächlich kein Konsens über den menschgemachten Klimawandel zu bestehen – auf den ersten Blick!

Es ist daher Zeit sich die Debatte näher anzuschauen.

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Mars versus Venus? Teil 7: Gehirn 1/3, Problem des biologischen Determinismus

Problemstellung

Wir haben uns in den vorherigen Teilen vor allem mit der Genetik befasst. Wir konnten feststellen, dass biologisch zwei Geschlechter funktional sind und mit der Produktion unterschiedlicher haploider Keimzellen einhergehen. Intersexuelle hingegen lassen sich keinem eindeutigen Geschlecht zuordnen, bilden aber damit kein drittes (oder x-tes) Geschlecht, da sie keinen neuen Keimzellentyp hervorbringen. In der Biologie besteht weitestgehend Einigkeit darüber, dass die beiden biologischen Geschlechter Fakten sind.

Nun mögen vielleicht Penis und Vagina sowie Samen- und Eizelle interessant sein, doch die meisten interessieren sich vor allem für das, was angeblich wirklich Männer und Frauen unterscheidet: ihr Wesen, ihre Persönlichkeit, ihr Fühlen, ihr Denken und ihr Gehirn. Wenn behauptet wird Männer und Frauen seien völlig unterschiedlich, so als ob sie von verschiedenen Planeten kämen, dann treffe es eben auch auf alles zu. Die “Wissenschaft” dahinter scheint simpel und klar: Die Evolution erschuf Männer und Frauen mit evolutionär unterschiedlichen Aufgaben und entsprechenden Hirnen. Die Geschlechterunterschiede scheinen auch im Gehirn, also damit auch im Verhalten und der Psyche festgelegt (“hardwired”): Frauen seien die Sprachbegabteren und können sich besser in andere einfühlen, weil ihre Gehirnhälften besser vernetzt sind. Männer hingegen seien Sprachmuffel, dafür jedoch besser in Mathematik und im räumlichen Denken. Das habe natürlich auch evolutionäre Hintergründe. Während der Steinzeit saßen die Damen zu Hause, kümmerten sich um die Kinder und kommunizierten sehr viel (ob Klatsch- und Tratsch-Magazine in Stein gemeißelt wurden, das konnten Evolutionspsychologen noch nicht beweisen). Männer hingegen waren die Jäger und mussten sich daher räumlich besser orientieren und logischer denken. Dieses Steinzeithirn, welches wir entwickelten, hat auch bis heute noch Bestand, so die gängige Hypothese. Wir können bei Kutscheras Gender-Buch lesen:  Männer seien aufgrund ihres Testosteronspiegels für die Kinderaufzucht ungeeignet (KUTSCHERA 2018: S. 307). Auch die Berufswahl sei geschlechterspezifisch. So interessieren sich Frauen für ihn nicht für die “harten Naturwissenschaften”, sowie für Informatik und Ingenieurswissenschaften (KUTSCHERA 2018: S. 159 & 185). Der Versuch, „junge Frauen mit allen Mitteln dazu zu überreden, Ingenieurinnen zu werden“ sei, so Kutschera, eine „geistige Vergewaltigung heranwachsender Frauen“ (KUTSCHERA 2018: S. 48). Er betont zwar, er würde sich durchaus für die Frauen in der Wissenschaft einsetzen, befürchtet aber gleichzeitig, dass die Biologie “verweichlicht” (bzw. “verweiblicht“) werden soll (KUTSCHERA 2018: S.116). Interessant, dass hier eine Verbindung zwischen verweichlicht und verweiblicht gezogen wird.

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