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Molekularbiologie der Zelle Teil 14: Meiose, Rekombination und Kernphasenwechsel

Im letzten Beitrag befassten wir uns mit der Mitose, bei dem das genetische Material gleichmäßig auf die Tochterzellen weitergegeben wird.

Wir erinnern uns: Menschen haben 46 Chromosomen: 44 Autosomen und die zwei Gonosomen, auch Geschlechtschromosomen genannt (Bei Frauen XX und beim Mann XY). Genauer gesagt haben wir 23 homologe Chromosomenpaare, d. h. jedes Chromosom kommt doppelt vor. Man spricht von diploid. Die Ausnahme stellt natürlich das Y-Chromosom des Mannes dar, welches nicht homolog zum X-Chromosom ist; dennoch bilden beide das Paar der Geschlechtschromosomen. Der diploide Chromosomensatz kommt zustande, weil bei der sexuellen Vermehrung Eizelle und Spermazelle miteinander verschmelzen, ein Vorgang den man als Befruchtung bezeichnet. Eizelle und Spermazelle sind die Keimzellen und diese haben nur einen halben Chromosomensatz, man spricht von haploid. Wie dieser halbe Chromosomensatz entsteht, wird in diesem Beitrag geklärt.

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Mars versus Venus? Teil 15: Erde

Wir schließen hiermit die Mars-versus-Venus-Reihe ab. In 14 Kapiteln haben wir uns mit den verschiedensten Aspekten der Frage der Geschlechter auseinandergesetzt: wir untersuchten genetische Befunde, die Embryonalentwicklung, Gehirn, Hormone und Psychologie, machten einen Abstecher ins Tierreich, untersuchten sexuelle Orientierungen, die sexuelle Selektion, übten Kritik an der Evolutionspsychologie und biologischem Determinismus und zogen sowohl die queer-Theorie Judith Butlers als auch Kutscheras Sexismus und Homophobie durch den Kakao. Zur Untersuchung und Erarbeitung dieser vielschichtigen Fragen wurde eine Unmenge an Forschungsliteratur ausgewertet. Sicherlich konnte selbst bei der Menge an Quellenangaben nicht jede Studie berücksichtigt werden und es gibt sicherlich noch einige mehr. Anstatt alle Teile nochmal zusammenzufassen, sei hier das wichtigste erwähnt:

Männer stammen nicht vom Mars, Frauen nicht von der Venus, sondern beide von der Erde. Sie bestehen aus demselben biologischen Material. Geschlechter haben Unterschiede und es gibt nur zwei davon. Aber die Unterschiede sind auch keine zwei Welten.

Mars versus Venus? Teil 9: Zwei-Geschlechtlichkeit und das Paradoxon des Haufens

Abb. 1: Sind Geschlechter nur ein Spektrum? Aus der Zeichentrickserie “Disenchantment

Auf dieser Seite erschienen mehrere Beiträge, die sich mit der Frage der Existenz der Geschlechter befassen. Das Ergebnis zeigte sich dabei ganz eindeutig: biologische Geschlechter sind real, weil sie sich durch die Produktion haploider Keimzellen definieren. Weil Sex biologisch der Fortpflanzung dient, bei der sich zwei Keimzellen (Spermium und Ei) miteinander verschmelzen, kann es nicht mehr als zwei biologische Geschlechter geben.

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Mars versus Venus? Teil 6: Liebesleben der Tiere

Wir haben und in den vorherigen Teilen entweder mit absurden “philosophischen” Ansichten befasst (Butlers queer-Theorie oder Kutscheras Sympathien für Reaktionäre der AfD und der katholischen Kirche) oder sind sehr tief in die Genetik eingedrungen. An dieser Stelle befassen wir uns nun mit dem Liebesleben im Tierreich. Wer ein Interesse daran hat, wie vielfältig das Sexualleben der Tiere ist ohne viel wissenschaftliches “Blabla”, dem kann ich nur “Das Liebesleben der Tiere” von Katherina von der Gathen empfehlen.

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Mars versus Venus? Teil 4: Das Phänomen Intersexualität

Wir haben, besonders in den Teilen zwei und drei, die biologische Begründbarkeit, weshalb es zwei Geschlechter gibt und warum dies sinnvoll ist, dargelegt. In der Natur gibt es unterschiedliche Mechanismen, wie sich die Geschlechter ausbilden (XX/XY, ZW/ZZ, XX/X0, umweltbedingte Geschlechtsdetermination). Neben getrennten Geschlechtern gibt es sogenannt Hermaphroditen (Zwitter), also jene, die beide Geschlechter in einem Körper vereinigen (z. B. bei vielen Blütenpflanzen oder Schnecken).

Diese Formen der Geschlechtsdetermination entsprechen der Normalverteilung der lebenden Organismen. Es gibt aber natürlich Abweichungen von der “Norm”. Begriffe wie “normal”, “abnormal”, “untypisch” und “Abweichungen” sind in der Biologie als wertneutrale Begriffe zu verstehen, die keinerlei Diskriminierung beinhalten. Sie sagen lediglich aus, dass es Individuen gibt, die nicht der Mehrheit entsprechen. Das trifft nun auch auf die Geschlechterverteilung zu. … weiterlesen

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